Sebastian Constapel » Reisen
Puh, da muss man erstmal im Flieger sitzen (Aktuell von Weeze nach Porto) um überhaupt erst die Lust drauf zu haben, so etwas nieder zu schreiben.
Sagen wir, eigentlich war die Idee von mir ganz einfach. Anstelle meinem Auto unnötige 2500km anzutun würde ich es einfach für ähnliches Geld nach Portugal transportieren lassen. Nach einer Zeit lies sich auch eine Firma finden, die derartige Leistungen anbietet. Name werde ich hier allerdings nicht nennen.
Der erste Teil: Transport nach Portugal
Nach der Sommerzeit in Deutschland sollte das Cabrio auf die Reise nach Braga gehen. Mein Freund aus Portugal hat mir eine der wenigen Firmen, die dies anbieten, ergoogelt. Die Firma wurde umgehend kontaktiert und weiteres wurde abgeklärt. Der Plan war es, vor dem Flug das Auto einige Kilometer vor dem Airport Münster abzuliefern und selbst dann nach Porto zu fliegen. Die Ablieferung war eigentlich (im Vergleich) echt simple. Ich klopfte an die Tür des schlafenden LKW-Fahrers… er öffenete… gab mir einen Einlieferungszettel bzw. ein Ladepapier und ich übergab das Auto.
Das Warten aufs Auto
Man sagte mir, es würde rund 4 Tage dauern, bis ich mein Auto in Braga entgegen nehmen könnte… Okay, 4 Tage, dass ist kein Problem… Als der Tag X dann kam, wartete ich erst vergebens auf eine Rückruf… habe dann beschlossen mich selbst zu erkundigen um zu erfahren, dass ich wohl noch ein paar Tage warten müsste. Mein Auto stehe in Süd-Portugal und macht ohne mich Urlaub. Man konnte mir nicht genau sagen wie lange… aber maximal 4 würden es wohl sein. 6 Tage und einige telefonate später, sollte das Auto dann 50km von Braga entfernt abgeliefert werden. Der Grund dafür: Der Fahrer hat nicht mehr KM frei und würde sonst erst 8 Stunden schlafen um überhaupt weiter nach Braga fahren zu dürfen. Egal, die Freude aufs Auto war zu groß… Da war auch 5 Stunden Verspätung des LKW’s aufgrund von Stau? auch kein Thema mehr. Mit leichten Kratzern und leer gefahrenen Tank wars Auto dann doch noch angekommen. WOW! Man erklärte mir, es sei üblich, dass die LKW-Fahrer sich das zuletzt aufgeladene Fahrzeug “borgen” um ggf. zu einem Supermarkt zu fahren… Das erklärt dann wohl, die 2 Saugabdrücke von irgendeinem Navigationsgerät und den leeren Tank. *hampf*
und wieder zurück nach Deutschland…
Klar, dass Auto würde irgendwann wieder zurück müssen. Also gut, SO schlimm waren die Erfahrungen nun auch nicht und die alternativen waren Rare… Ich machte also für letzte Woche einen Termin aus und lieferte das Auto ab… Es sollte dann Sonntag den 21.03.2010 zurück auf den LKW gehen und Mittwoch, 3 Tage später also, wieder in meinen Armen sein. Wir bedenken also, ich sitze jetzt gerade im Flieger nach Portugal…
Was ist wohl passiert?
Nicht, dass ich einige Tage vergebens versucht hatte meinen deutschsprachigen Kontakt zu erreichen und bis einschließlich Mittwoch niemanden erreichen konnte ist es sogar so, dass mein Auto aktuell noch in Braga steht… Der LKW der das Auto transportieren sollte, hat wohl einen Achsschaden und würde wohl erst Samstag losfahren können. Cool, da sitzt man in Deutschland… wartet das Mittwoch wird… um dann erst am Donnerstag zu hören, das es wohl noch min. ne Woche dauert? Das kann echt nicht sein. In welcher Servicelandschaft gibs das denn? Null Informationen, keine Entschuldigung und mega verzögerte Lieferzeiten? Argh!
Auf dem weg nach Braga
Sitz ich hier gerade mit Kemal Aslan im Flieger (der Übrigens jedes mal, wenn ich das Notebook einschalte fast abstürzt) um nach Porto zu fliegen. Das Unternehmen, welches mein Auto hat, konnte mir leider nicht zusagen, dass ich das Auto gleich überhaupt abholen kann, weil irgendwer mit dem Schlüssel zum Tor sei einfach zu weit weg um ans Auto zu kommen… *tilt*
Das ist der aktuelle Stand… jetzt auf dem T410s getippt und hoffentlich bald auf dem Blog zu lesen. Herzlich willkommen zu meinem ersten langen Beitrag…
)
Teil 2 alias – das Ende der Geschichte
(Aktuelles Datum: 28.03.2010)Soo… Wie natürlich schon vermutet, gabs das Auto nicht in der selben Nacht. Sondern erst Freitag gegen 11 Uhr. Das Firmenlogo wurde entfernt, da mein Auto kurzweilig für eine Ausstellung herhalten musste, dafür wars wenigstens schön sauber… Es hat auch die Reise von Portugal nach Deutschland gut überstanden, die Kemal und ich zusammen angetreten sind. Vielen Dank an Kemal für diese spontane Aktion.
Das Fazit der Geschichte: Vertrau den Portugiesen nichts an, was sie sich selber nicht leisten könnten. Wobei man da eigentlich nichts verallgemeinern kann, aber ihr kennt das ja – die Menschen halt.
Wow,

da war ich am Wochenende tatsächlich Trauzeuge bei einer Hochzeit in Portugal. Ich würde ja gerne davon berichten, welche Unterschiede es zu einer deutschen Hochzeit gibt. Aber, ehrlich gesagt ist meine Erfahrung in diesem Gebiet eher mau.
Wichtig ist nur: Viel Glück dem Paar & vielen Dank für diese vermutlich einmalige Gelegenheit.