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Lächerliche Aktion der Stadt Schortens

von Sebastian Constapel am 17. Mai 2010 · 10 Kommentare

Lustig, ich sitze in meinem Büro mit offenen Fenster und schreibe diesen Artikel gerade bei absoluter stille. Stille? Ja genau, die Polizeistreife hat gerade meinen Verstärker aus dem Büro beschlagnahmt und das nicht, weil sich ein Anwohner beschwert hat, sondern nach eigenem Ermessen.

Laut Aussage der Streife, war auf der Straße noch der Hall meiner Musik zu hören und sie hätten den Auftrag der Stadt Schortens, bei eigenem Ermessen entsprechende Gerätschaft zu beschlagnahmen.
Bin ich hier eigentlich im falschen Film?

Laut § 117 Ordnungswidrigkeitengesetz handelt ordnungswidrig, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem Unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen.

So, was soll der Fuck? Seit der letzten Auseinandersetzung ist hier jegliche Lärmquelle ab 22 Uhr runtergeregelt. Und jetzt kommt hier nach eigenem Ermessen die Polizei und fühlt sich durch meine Musik belästigt ohne, dass jemand in der Nachbarschaft sich überhaupt beschwert hat? Ich glaub es hackt.

Oh man, und ich baue ein Haus in dieser bescheidenen Stadt. Wo ist die Undo-Funktion?

Tschüß!
Mr. Pissed

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Sebastian ist 1985 in Jever geboren und hat den Großteil seines Lebens in Friesland verbracht. Seit einigen Jahren mit der beeNetworks GmbH selbständig und bis zum Lebensende auf der ewigen Jagd nach der größten Macht: Wissen.

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{ 9 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

Jan Mai 17, 2010 um 01:51

Das ist nun wirklich ein starkes Stück – mal wieder!
Was gedenkst du nun zu tun? Ist der noch zurück zu bekommen und zieht das erneut was nach sich?

Sebastian Constapel Mai 17, 2010 um 01:54

Mein Anwalt ist an der Sache schon dran.

Nils Mai 17, 2010 um 02:18

Das ist wirklich etwas übertrieben… Ne Ermahnung hätte ja auch erstmal genügt. Hoffe das du den noch wiederbekommst, und ‘ne Entschuldigung der Beamten dazu. “Nach eigenem Ermessen” find ich ja sowieso juristisch mal ganz interessant. Wie gut das so etwas hier bei uns nicht stattfindet. Wobei ich trotzdem aus Rücksicht auf meine Nachbarn ab spätestens 0 Uhr nahezu immer auf Kopfhörer ausweiche.

Sven Mai 17, 2010 um 02:29

Oh man… wenn ich nun wüsste ob dirk dienst hat. dann müsst ich nur ein anruf tätigen und die jungs würden dir den jetzt noch in demutshaltung zurück bringen. er muss seine jungen kollegen öfter mal zurecht stutzen für solche aktionen. glaubst garnicht was die einem alles andrehen wollen was se aber garnicht dürfen. Ich kann ja morgen/heute mal versuchen ihn zu erreichen. dann haste ihn ruck zuck wieder zurück plus verwarnung für die beamten.
Denn auch polizisten müssen sich an gesetzesregelungen halten und dürfen keine selbstjustiz (nach eigenem ermessen) walten lassen. *helping constapel*

Simon Mai 17, 2010 um 08:23

Krasse Aktion.
Bei uns hier in Aurich ists zum Glück nicht so schlimm :-)

*BB* Mai 17, 2010 um 10:57

einfach einen kaufen der so schwer und groß ist das ihn keiner mehr tragen geschweige denn im auto transportieren kann! :P

Tim Tropberger Mai 17, 2010 um 19:03

Alternativ zum letzten Vorschlag, hilft auch fest schrauben, das dürfte ein wenig günstiger sein.

Ansonsten bin ich entsetzt, was die sich da rausgenommen haben!

Horst Mai 19, 2010 um 09:45

Hat sich inzwischen etwas ergeben?

Grüße aus Kiel

Horst

Sebastian Constapel Mai 19, 2010 um 16:39

Mein Anwalt ist dran. Rechtlich gesehen, hat die Stadt keine Grundlage im Bürobereich meinem Unternehmen irgendwelche Bürogeräte zu beschlagnahmen. ,)

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