Sebastian Constapel » Findet die geHouseTagsParty statt?
Findet die geHouseTagsParty statt?
Sehr geehrte Leser,
der kleine Krieg mit der Stadt Schortens geht in die letzte Runde. Zum 17.07. habe ich das Richtfest und meine Geburtstagsparty geplant. In kleiner Auflage wurden Menschen darauf aufmerksam gemacht und quasi zur Veranstaltung eingeladen. Ich hatte vor für 1 Euro zum Verlustgeschäft für Verpflegung zu sorgen. Dies fällt nun vermutlich aus, auch ist noch fraglich ob es überhaupt Musik geben wird.
Die Stadt Schortens benachrichtigte mich heute per Postzustellungsurkunde über die Untersagung meiner Veranstaltung. Das Schreiben in digitaler Form findet man hier: geHouseTagsParty.pdf
Ich gebe zu, die Idee mit dem Euro pro Getränk entstand spontan und mir war der Rechtliche Rahmen nicht bewusst. Jedoch wollte ich kein Gewinn erzielen. Klar ist, selbstverständlich werde ich die Party auch auf volle Kosten tragen. Finanzielles Interesse besteht da von meiner Seite absolut gar keiner. Der eine Euro war in diesem Zusammenhang nicht ansatzweise Kostendeckend.
In dem Schreiben weiter heißt es, der Zweckverband Veterinäramt wurde in Kenntnis gesetzt und die Polizei wurde informiert. Was sind das denn bitte für Umstände? Alle Nachbarn im großzügigen Umkreis wurden zur Veranstaltung eingeladen. Sollte wider Erwarten ein Nachbar durch den zu erwartenden Lärm genervt sein, so würde ich sagen, zählt das Interesse der größeren Masse. Bzw. der übrigen Nachbarschaft. Spaßbremsen, gibt es immer.
Weiter im Schreiben geht es mit einer Drohung über die Sicherstellung der Musikanlage. Nach meiner Einschätzung, wie bereits passiert, wird unabhängig einer tatsächlichen Störung bereits eine Sicherstellung durch die Polizei erwirkt.
Eine Veranstaltung ist unter diesen Bedingungen selbstverständlich nicht in Erwägung zu ziehen. Aus diesem Grund treffe ich mich Morgen (Freitag) um 09:00 Uhr mit dem Bürgermeister der Stadt Schortens. Meine Hoffnung in diesem Zusammenhang ist groß. Persönlich bewegt sich diese ganze Thematik mit der Stadt in einem fragwürdigen Bereich. Nicht nur mir nahe Personen denken sich nach einer Schilderung der Umstände: “Da ist etwas faul.”
Bei allem Ärger freue ich mich auf das Gespräch mit Herrn Böhling. Egal was dabei herauskommt, ich werde es euch wissen lassen. Grundsätzlich bin ich aber guter Dinge. Einladen werde ich ihn auf jeden Fall.
So,
dann mal bis morgen.
4 Kommentare
1. Jan schrieb am 15th Juli 2010 um 19:08 :
In Teilen finde ich die Hinweise/Gebote der Stadt Schortens in Ordnung. Was du anbietest ist ja mittlerweile zu einer öffentlichen Veranstaltung geworden und da gilt es natürlich eine entsprechende Genehmigung für Ausschank und Anbieten von Essen zu haben. Was die Musik anbelangt sehe ich das jedoch etwas anders. Offensichtlich hat man bei der Stadt bereits eine Art Generalverdacht gegenüber Herrn Constapel. Ich sehe am kommenden Samstag bereits einen Streifenwagen vorfahren, um nicht nur nachzusehen, ob du auch garantiert keinen Alkohol und Würstchen verkaufst, sondern auch, ob die Musik auch ja nicht auf der Straße zu hören ist – ganz gleich ob deine Nachbarn dem ganzen wohlwollend zugestimmt haben oder keine Meldung wegen Lärmbelästigung vorliegt.
2. Sebastian Constapel schrieb am 15th Juli 2010 um 19:44 :
Stimmt. Mit den Hinweisen der Stadt bzgl. des Ausschanks gebe ich dir unumstritten recht. Das hätte ich besser wissen müssen.
3. Sven schrieb am 15th Juli 2010 um 22:55 :
eine ausschankgenehmigung benötigt man ja nur für alkoholische getränke. verkauf von essen, da kenn ich mich nicht aus aber denke da haben se auch recht. Aber das mit der musik, ha ha, da hab ich mich schlau gemacht.
Also musik ist kein thema wenn sich kein nachbar beschwert. Wenn die polizei die musik auf der strasse hören sollte (was sie ja bestimmt tun werden) müssen die eine messung der immissionswerte auf der straße ausführen mit einem geeichten messgerät (was die bestimmt nicht haben) und, ich bin mir nicht ganz sicher da ich es nicht genau ermitteln konnte, muss ein sachverständiger dabei sein der da bestimmt nicht spät nachts sich hinstellt. Zudem kann man wenn man die sieht schon etwas leiser machen da spitzenwerte bis 60db erlaubt sind es aber durchgehend nicht 45db übersteigen darf.
Auf der Straße!
Dabei ist eine zeitangabe für die dauer eines spitzenwertes nicht angegeben und somit frei auslegbar.
Ja ich ermittel für jeden nach gesetzeslücken xD
4. Sebastian Constapel schrieb am 15th Juli 2010 um 23:09 :
Wenn alles mal so einfach wäre. In 9 Stunden wissen wir mehr.
Gib deinen Kommentar ab