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Schortens: Kritik am Marketingkonzept

von Sebastian Constapel am 4. Juni 2010 · 4 Kommentare

(Diese Überschrift ist geklaut: Radio Jade: Schortens: Kritik am Marketingkonzept)

Aber ich kann diesem Beitrag und der Meinung des BfB nur zustimmen. Die Stadt Schortens baut seit einigen Jahren an allen öffentlichen Veranstaltungen und Werbeformaten ab. Vielleicht nicht an finanziellen Mitteln aber definitiv nachweislich an der Qualität und Nachhaltigkeit.

Unnötige Veränderungen, Reduzierung der Attraktivität für junges Publikum, Kleinkriege mit Standgebühren und Verordnungen und ähnliche kleine Details gewichten im Ganzen zum Negativen. Diese Probleme reflektieren nicht nur auf die Stadtmarketing und Tourist-Info sondern in letzter Konsequenz auch auf jeden einzelnen Bürger der Stadt Schortens.

Eins muss hier bewusst nochmal kommuniziert werden: Nicht oder nur wenig befriedigte Touristen schädigen nachhaltig die Wirtschaftssituation der Stadt und der Region. Kapitalistische Ansätze aber mal außen vor, geht es bei einem Stadtmarketing auch um ein positives Stadtklima und das beginnt nicht erst Ü40 sondern umfasst alle Bürger als Ganzes.

Verkaufsfläche an der B210 – Schortens

Liebe Entscheider dieser riesigen Investition in dieser kleinen Stadt,
manchmal muss man sich einen Fehler eingestehen. Die neugeschaffene Verkaufsfläche direkt an der B210 war eine nette Idee und hätte es auch bleiben sollen: Eine nette Idee. Ich bin mir sicher, dass ich hier für viele Spreche, wenn ich sage: “Niemand ist so wirklich an den Geschäften dort interessiert.”

Auch die fruchtlosen Marketingaktionen um die angesäuerten Mieter zu bespassen verlaufen sich im Sand. Eine Auflistung der gemachten Fehler kann ich mir sicherlich sparen, denn dazu muss ich nicht erst eine Befragung in Auftrag geben um an diese Informationen zu kommen.

Fakt ist, die Ansiedlung und die konzeptionelle Gestaltung ist weit weg von den Vorstellungen der Einwohner. Das gesamte Projekt wird daher durch Ignoranz und Desinteresse abgestraft.

Fast 250.000 Euro für das Stadtmarketing

Die dafür erbrachte Leistung der Stadtmarketing und Tourist-Info ist mehr als dürftig. Fast unbegreiflich, wie derartig schlechte Qualität auf allen Ebenen zu einem so hohen Auskommen führen können. Wir brauchen dringend moderne Ansätze in diesen Bereichen um der kontinuierlichen Verschlechterung des Stadtbildes entgegen zu wirken.

Jeder normale Betrieb in der öffentlichen Wirtschaft wäre schon lange in der Insolvenz.

Auch, wenn wir eine “Stadt” Schortens sind, ist es für viele immer noch das kleine Dorf wo man noch Moin sagt, wenn man “Fremde” auf der Straße sieht. Ein bisschen Bürgernähe sollte da nicht zu viel verlangt sein.

In diesem Sinne
Moin

Dieser Artikel reflektiert meine persönliche Meinung als Bürger der Stadt Schortens.

Stadtmarketing Tourist-Info bei Twitter (Seit 17.02.2010 / 7 Follower)

Mehr über Sebastian Constapel


Sebastian ist 1985 in Jever geboren und hat den Großteil seines Lebens in Friesland verbracht. Seit einigen Jahren mit der beeNetworks GmbH selbständig und bis zum Lebensende auf der ewigen Jagd nach der größten Macht: Wissen.

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Jan Juni 5, 2010 um 00:17

Ich kann allen Ausführungen nur zustimmen. Selbst auf mich, als Bewohner der “Stadt”, wirkt Schortens wie eine Stadt ohne Gesicht. Nichts mit dem man sich sowohl als Tourist und Besucher oder als jahre- und jahrzehntelanger Anwohner identifizieren könnte.
Schade, Schortens hat viele Qualitäten, die leider viel zu kurz kommen.

Sven Juli 5, 2010 um 02:10

Besonders den ersten abschnitt bekommt jeder bürger intensiv zu spüren. Nicht mehr allzulang, dann steht das Oktoberfest vor der tür. Früher ein regionales highlight, heute nichtmal mehr ein funken.
Früher standen überall stände und es gab an jeder ecke irgendetwas. 2 große partyzelt und mehrere bühnen mit live musik. Für jeden war etwas dabei. Heute sieht es ganz anders aus. 2 bierbuden, 1 futterbude, 1 bühne mit einer, max. zwei verschiedenen bands. Selbst beim diesjährigen kramermarkt hab ich mich erschrocken. Selbst die ausländischen stände mit ihren klamotten und krimskrams ständen waren stark dezimiert. Der markt selber ist auch von drei auf zwei wege zusammengeschrumpft.
Zudem wurde zeitgleich das wm spiel deutschland gegen england übertragen und niergendwo auf dem markt wurde eine übertragung dessen ausgestrahlt. Das puplikviewing (welches weit abseits beim bürgerhaus statt findet) auf den kramermarkt zu verlegen hätte zumindest für dieses jahr das geschäft belebt. Doch stattdessen wehten die strohballen durch die leeren gassen und das bier blieb in den fässern.

Mit freundlichen Grooves
Jogs

Sebastian Constapel Juli 5, 2010 um 02:16

Den Teil mit der WM kann ich nur unterschreiben. Unglaublich, dass dort nicht wie beim Wochenende an der Jade die Synergie des Public Viewing genutzt wurde. Aber, was will man noch großartig erwarten…

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